Entscheidung im Stechen

Entscheidung im Stechen

Neuer Schulschach-Kreismeister

Wissen. Nach Seriensieger Mark Kolomysov hat nun Noah Heinzmann vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf-Kirchen den Titel geholt. 

damo - Es gibt nur wenige Sportarten, in denen sich Grundschüler mit Gymnasiasten messen können – eine davon ist Schach. Und so saßen sich am Montagmorgen in der Wissener Stadionhalle bisweilen Acht- und 18-Jährige gegenüber, brüteten über 64 Feldern und 32 Spielfiguren, um am Ende den Kreismeister im Schulschach zu ermitteln. Erstmals seit Jahren war das Rennen wieder offen: Mark Kolomysov vom Altenkirchener Gymnasium durfte nicht mehr mitspielen, da er nicht mehr die Schulbank drückt. Und ohne den Serien-Gewinner der Vorjahre hatten plötzlich andere Spieler die Chance, den Titel zu erringen.

 

88 Teilnehmer

 

Natürlich gab es Favoriten: Zehn der 88 Teilnehmer spielen Schach im Verein. Am Ende setzte sich Noah Heinzmann vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf-Kirchen durch, und zwar im Stechen gegen Marcel Böttcher vom Gymnasium Altenkirchen. Platz 3 ging an Joshua Heinzmann, der ebenfalls das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium besucht.

 

Viele Schulen dabei

 

Unter dem Strich war Andreas Brühl, der Turnierleiter aus Reihen des Schachkreises Altenkirchen, aber nicht nur mit dem gezeigten Niveau, sondern auch mit dem Verlauf des Turniers einverstanden. Viele Schulen hatten Teilnehmer nach Wissen geschickt, darunter alle Gymnasien, aber auch drei Grundschulen (darunter die Kirchener Michael-Grundschule).

 

AGs sind wichtig

 

Das Turnier war bereits die 15. Auflage der Schulmeisterschaften – genug Zeit also, um einen Trend abzulesen: Kann man heute die Schüler noch genauso gut ans Schachbrett locken wie vor 15 Jahren? „Ja“, sagt Brühl, „daran hat sich eigentlich nichts geändert“. Allerdings sei es schwerer, Kinder und Jugendlich langfristig an die Vereine zu binden. „Die Konkurrenz ist einfach größer. Als ich früher in den Schachverein gegangen bin, da gab es noch keinen Computer und kein Internet.“ Dennoch setzt der Schachkreis auf die Nachwuchsförderung – aber um junge Leute für das Spiel der Könige zu begeistern, seien Schul-AGs weitaus wirkungsvoller als die Kreismeisterschaften.